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Tierschutzforschungspreis 2018 für sekundäre Nanobodies

Mittwoch, Oktober 10, 2018
Der diesjährige Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geht an das Max-Planck- Institut (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen. Die Wissenschaftler Dirk Görlich und Tino Pleiner haben mit den sogenannten sekundären Nanobodies einen Ersatz für häufig genutzte Antikörper entwickelt. "Wir sind sehr glücklich, dass wir ein Verfahren entwickelt haben, das den Einsatz zahlreicher Versuchstiere überflüssig macht. Da uns das Thema Tierschutz sehr am Herzen liegt, freuen wir uns ganz besonders über diesen wichtigen Preis“, so Görlich. Für die Herstellung der Antikörper werden derzeit zehntausende von Versuchstiere eingesetzt. Diese werden in der biomedizinischen Forschung sowie in der medizinischen Diagnostik und Therapie eingesetzt, etwa für Schwangerschaftstests oder bei der Blutgruppenbestimmung. Die Nanobodies entstehen aus Fragmenten von vergleichsweise einfach aufgebauten Mini-Antikörpern aus Kameliden (bspw. Alpakas). "Wenn wir die Nanobodies einmal aus einer kleinen Blutprobe eines Alpakas gewonnen haben, können wir sie in beliebiger Menge und beliebig oft in Bakterien vermehren. Daher hat die Technologie das Potenzial, die Anzahl der Tiere in der Antikörper-Produktion drastisch zu reduzieren und einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz in der Forschung zu leisten“, erläutert Pleiner die Vorteile der neuen Entwicklung. Der mit 25000 Euro dotierte Tierschutzforschungspreis zeichnet Forschungsarbeiten aus, durch welche Tierversuche ersetzt oder verringert werden können. Bewerben können sich Forscherinnen und Forscher mit zur Publikation akzeptierten oder bereits veröffentlichen wissenschaftlichen Arbeiten der letzten zwei Jahre.

Max-Planck-Gesellschaft

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