Tiergesundheit > Service > News > de > Schwerpunkt der Echinokokkose liegt in Baden-Württemberg und Bayern

Schwerpunkt der Echinokokkose liegt in Baden-Württemberg und Bayern

Dienstag, November 6, 2018
Die Echnikokkose oder Fuchsbandwurm-Erkrankung kommt mit 40 bis 70 Fällen pro Jahr in Deutschland glücklicherweise recht selten vor. Für Baden-Württemberg und Bayern besitzt die Erkrankung allerdings eine regionale Bedeutung, da mehr als zwei Drittel aller deutschlandweiten Fälle dort auftreten. Am Universitätsklinikum in Ulm wurde eine Arbeitsgruppe zur Echinokokkose ins Leben gerufen, die sich auf diese parasitäre Krankheit spezialisiert hat. Professor Dr. Wolfgang Kratzer erklärte, dass die Maus bei der Übertragung des Fuchsbandwurms eine zentrale Rolle spiele. Dagegen sei das Wissen über die Verbreitung des Parasiten bei Mäusen und Füchsen sehr gering. Deswegen führe die AG Echinokokkose die Leutkirch-Echinococcus- multilocularis-Isny-Ehingen (LEmIE) Studie 2018 durch, die die Übertragung des Fuchsbandwurms zwischen Mäusen, Füchsen, Hunden und Menschen sowie verschiedene Umweltvariablen untersucht. Hierzu sollen in Leutkirch, Isny und Ehingen nicht nur Füchse analysiert werden, sondern auch Mäuse. „Die Erforschung der Fuchsbandwurm- Erkrankung ist ein hochspannendes Thema und gleichzeitig extrem wichtig für die Menschen, die hier in der Region leben“, sagt der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel, der gemeinsam mit seinem Kollegen Raimund Haser von den Experten auf den neueste Stand zur Echinokokkose gebracht wurde. In Europa ist der Fuchsbandwurm vor allem in Süddeutschland, Ostfrankreich, der Nordschweiz und Westösterreich verbreitet. Landwirtschaftliche Tätigkeiten und Waldarbeiten, Hunde- und Katzenhaltung sowie direkter Umgang mit Füchsen stellen Risikofaktoren für eine Ansteckung dar. Die Eier werden vom Menschen über den Mund aufgenommen. Anschließend setzt sich der geschlüpfte Parasit fast immer zuerst in der Leber fest, wo er tumorartig wächst und dort nach ungefähr 10 bis 15 Jahren zu erkennen ist. Je nach Fall, können Betroffene operiert oder medikamentös behandelt werden.

Universitätsklinikum Ulm

News Übersicht

Tierarzt
mehr Infos

Landwirt
mehr Infos

Tierhalter
mehr Infos