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Otte-Kinast und Staatsanwaltschaft gehen gegen Schlachthof in Oldenburg vor

Mittwoch, November 7, 2018
Nachdem das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durch Filmaufnahmen des Deutschen Tierschutzbüros Kenntnis über Verstöße gegen das Tierschutzgesetz durch einen Schlachthof in Oldenburg erhalten hat, ist jetzt Strafanzeige gegen besagten Betrieb gestellt worden. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erklärte: „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen erreichen uns Bilder von misshandelten Rindern und offenkundigen Verstößen gegen das Tierschutzrecht. Wie hier mit Tieren umgegangen wird, ist in keinster Weise akzeptabel. Ich bin entsetzt, und es macht mich wütend.“ Zudem wurde angeordnet, dass ein Veterinär des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) zunächst für die Dauer einer Woche die Bereiche des Zutriebs, der Betäubung und der Tötung während des Schlachtbetriebs überwacht. Außerdem soll die Zuverlässigkeit des Lebensmittelunternehmers durch das LAVES geprüft und als Folge ggf. ein Verfahren zum Entzug oder des Ruhens der Zulassung eingeleitet werden. Einige Schlachthöfe haben ihre Bereiche Anlieferung, Betäubung und Tötung schon mit Kameras ausgestattet, um eine tierschutzgerechte Behandlung der Tiere zu gewährleisten und Verstöße selbst nachvollziehen zu können. Ministerin Otte-Kinast äußerte sich positiv dazu: „Das halte ich für ausgesprochen sinnvoll. Ich lasse mein Haus daher derzeit juristisch prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, verbindlich ein Kamerasystem in den Bereichen der Anlieferung, des Zutriebes, der Betäubung und der Schlachtung der Schlachthöfe anzuordnen.“

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen

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