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Um frühzeitig zu erkennen, ob die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch hierzulande in die Wildschweinpopulationen eingedrungen ist, ist es notwendig, möglichst viele Wildschweine auf das Virus zu untersuchen. In Rheinland-Pfalz wird deshalb u.a. über die Einführung einer Prämie für die Einsendung von Proben toter Wildschweine nachgedacht, um so den Anreiz zur Einsendung von Probenmaterial zu erhöhen. Die Prämie könnte 50 Euro pro eingesendeter Probe betragen. Diese und andere Maßnahmen zur Vorbeugung und Früherkennung der ASP will Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90 / Die Grünen) Anfang Februar 2018 beim Treffen zum Thema "Aktuelle Situation zur Afrikanische Schweinepest" diskutieren. Dazu wurden alle relevanten Akteure eingeladen.

Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland Pfal
t-online.de
Nachdem der Deutschen Bauernverband (DBV) sich für einen Massenabschuss von Wildschweinen zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgesprochen hat, verurteilte der Deutsche Tierschutzbund dieses Vorhaben aus Tierschutzsicht als inakzeptabel. Nichtzuletzt, da es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gebe und es nicht bewiesen sei, dass weniger Wildschweine nicht zwingend dazu führen, dass die Seuche nicht ausbricht. Der Tierschutzbund fordert statt Panikmache faktenbasierte Strategien im Umgang mit Seuchenszenarien.

Deutscher Tierschutzbund
Nordrhein-Westfalen hat per Erlass die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben. Mit dem Erlass werden die zuständigen Jagdbehörden angewiesen, die Schonzeit bis zum 31. März 2021 aufzuheben, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz mitteilt. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Muttertiere mit Frischlingen, die noch keine 25 Kilogramm Körpergewicht aufweisen. Damit soll eine intensivere Bejagung der Wildschweine ermöglicht werden. Letztendlich sollen die Wildschweinebestände möglichst reduziert werden, um so auch das Risiko der Übertragung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu minimieren. Neben dieser Maßnahmen diskutieren die Bundesländer aktuell weitere Bekämpfungsmöglichkeiten, die auch die Aufstellung von Notfallplänen für den Fall des Ausbruchs der Seuche umfassen. Die Wildschweinebestände in Nordrhein-Westfalen sind auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen. Dies geht indirekt aus der Jagdbilanz hervor. Im Jagdjahr 2016/17 wurden in Nordrhein-Westfalen 39.000 Wildschweine erlegt. Dies waren 4.500 mehr Tiere als noch im Jagdjahr 2015/16.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW
Die Reduzierung der Wildschweinebestände gilt als eine sehr wichtige Maßnahme im Rahmen der Vorbeuge vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Im nordrhein-westfälischen Bielefeld intensivieren die Jäger deshalb nun die Jagd auf Schwarzwild. Am 9. Januar wird aus diesem Grund eine großflächige Jagd stattfinden. Die Jäger des Landkreises folgen dabei den Anregungen des städtischen Veterinäramtes sowie der nordrhein- westfälischen Veterinärverwaltung. An der Aktion beteiligen sich mehr als 100 Jägerinnen und Jäger aus acht Jagdrevieren. Im Fokus stehen Waldgebiete nördlich und östlich der A2. Diese wurden bewusst ausgewählt, da gerade an Autobahnen achtlos weggeworfene und möglicherweise mit dem Virus infizierte Lebensmittel für einen Eintrag in die Wildschweinepopulation sorgen könnten.

Bielefeld.de
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) dringt in Polen unaufhaltsam in Richtung Westen vor - trotz unterschiedlicher Maßnahmen, die die weitere Verbreitung stoppen sollten. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurde das Virus nun auch bei einem Wildschwein in Masuren nachgewiesen. Zuletzt war das Virus auch bei Wildschweinen westlich der Hauptstadt Warschau nachgewiesen worden.

OIE

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