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Wildschweinstrecke auf Rekordniveau

Mittwoch, 26. September 2018
In der Jagdsaison 2017/18 war die Wildschweinstrecke in Deutschland so groß wie noch nie. Insgesamt wurden nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) 820.000 Widschweine zur Strecke gebracht. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von rund 40 Prozent. Dabei wendeten die Jägerinnen und Jäger 16,4 Millionen Stunden auf. Dieses Rechnung basiert darauf, dass nach Angaben der Tierärztlichen Hochschule Hannover ein Jäger 20 Stunden benötigt, um ein Wildschwein zu erlegen. Wenn man dann den Mindestlohn zugrunde legt, entspricht dies einer monetären Leistung von knapp 145 Millionen Euro. "Die Jäger haben ihre Hausaufgaben mit Blick auf die drohende Afrikanische Schweinepest gemacht", kommentierte DJV- Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe die Zahlen. "Die Jäger haben politische Forderungen eindrucksvoll umgesetzt." Je weniger Wildschweine pro Fläche leben, desto langsamer kann sich das Virus ausbreiten. Allerdings verweist der DJV auch darauf, dass der Mensch das Virus der Afrikanischen Schweinepest innerhalb kürzester Zeit über hunderte Kilometer mittels eines achtlos entsorgten Stücks Salami oder Schinken verbreiten kann.
Mittlerweile haben 13 Länder den Import von Schweinen oder Schweinefleischprodukten aus Belgien untersagt, wie "The Brussels Times" unter Berufung auf die zuständigen belgischen Behörden berichtet. Die Importverbote folgten, nachdem die Afrikanische Schweinepest bei Wildscheinen in Wallonien nachgewiesen worden war. Zu den Ländern, die den Import untersagten, gehören Südkorea, China, Taiwan, Weißrussland, Mexiko, die Philippinen, Japan, Südafrika, Serbien, Singapur, Uruguay, Australien und Malaysia.

The Brussels Times
Die Afrikanische Schweinepest ist in China weiter auf dem Vormarsch und ist in einer weiteren Provinz ausgebrochen. Betroffen ist die Innere Mongolei, die an Russland grenzt. Dort wurden nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zwei Fälle nachgewiesen. In den betroffenen Betrieben wurden knapp 240 bzw. 160 Schweine gehalten.

Pig333
In einer Studie der Monash University und der University of Technology Sydney (UTS) ist ein direkter Zusammenhang zwischen dem sozialen Status und dem Fleischkonsum zu erkennen. Demnach ist der Fleischkonsum ein Symbol von Macht und Status. So konnte bei Studienteilnehmern, die sich selbst eher einen geringen sozioökonomischen Status zugeschrieben haben, erkennen, dass sie sich vorzugsweise fleischlastig ernährten, während Personen, die sich sozioökonomisch höher einschätzten, weniger Fleisch verzehrten.

Appetite Journal
AIm US-Bundesstaat Michigan sind zwei Personen, die die Jahrmarktveranstaltung in Fowlerville besucht haben, an einer Infektion mit dem Influenz A Virus erkrankt. Influenza A Viren kommen auch bei Schweinen vor. Der Jahrmarkt fand vom 23. bis 28. Juli statt und mehrere Schweine der Veranstaltung wurden am 27. Juli positiv auf das Influenza A Virus getestet. Weitere Laboruntersuchungen sollen nun klären, ob es sich bei den Influenza A Viren der Schweine und der kranken Personen um denselben Stamm handelt. Inzwischen klagten auch weitere Besucher über grippeähnliche Symptome. Sie werden ebenfalls auf den Erreger untersucht. Zudem sollten sich all diejenigen ärztlich untersuchen lassen, die bis zu 10 Tage nach der Jahrmarktveranstaltung grippeähnliche Symptome entwickeln.

Lage in Rumänien bei ASP außer Kontrolle

Freitag, 7. September 2018
In Rumänien ist die Lage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) offenbar außer Kontrolle geraten, wie topagrar unter Berufung auf die EU-Kommission und die rumänischen Behörden berichtet. Demnach bekommen die Veterinärbehörden die Situation nicht in den Griff und auch die EU-Kommission zeigt sich besorgt. Eine Sprecherin des EU-Gesundheitskommissars mahnte die rumänischen Behörden, alles zu unternehmen, um die vorgeschriebenen EU-Maßnahmen konsequent umzusetzen. Mittlerweile wurden in Rumänien rund 700 Sperrbezirke nach Ausbrüchen der ASP eingerichtet. Obwohl es nicht erlaubt ist, wird wohl z.T. noch Fleisch infizierter Tiere weitergegeben. Der Chef der rumänischen Veterinärbehörde konstatierte auch, dass der menschliche Faktor das größte Problem bei der Verbreitung der Seuche sei.

topagrar.de
Bulgarien hat nun auch den ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) gemeldet. Wie verschiedene Medien berichten, sind sieben Tiere infiziert, in einem Gebiet im Osten des Landes, das ungefähr 50 Kilometer südlich der rumänischen Grenze liegt, an der erst vor kurzem ein neu aufgebauter Zaun den Eintrag der Seuche durch infizierte Wildschweine verhindern sollte. Auf der rumänischen Seite gab es seit Juni bereits mehrere Fälle der ASP.

Reuters

ASP bereits in drei chinesischen Provinzen

Dienstag, 21. August 2018
In China breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter aus. Die hoch ansteckende Tierseuche grassiert derzeit in drei Provinzen. Das chinesische Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass bereits 88 Schweine in der Stadt Lianyungang in der ostchinesischen Provinz Jiangsu an dem Virus gestorben sind. Seit Mitte August wurde die ASP dort schon bei 615 Schweinen festgestellt. Die Provinzen Liaoning und Henan meldeten ebenso ASP-Fälle.

The Straits Times
Der von Dänemark geplante Schutzzaun zwischen Deutschland und Dänemark soll im kommenden Frühjahr gebaut werden. Der Schutzzaun, der zwischen Dänemark und Deutschland das Übertreten möglicherweise mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine verhindern soll, kann in Angriff genommen werden, nachdem die zuständige dänische Umweltbehörde ihre Zustimmung erteilt hat. Mit dem Zaun sollen letztlich die dänischen Schweinebestände vor dem Virus, das noch nicht in Deutschland nachgewiesen wurde, geschützt werden. Allerdings gibt es gerade auch von Umwelt- und Naturschutzverbänden massive Kritik an den Plänen, da dieser die Landschaft zerteilen würde und die Bewegung vieler Tierarten über die deutsch-dänische Grenzen unterbinden würde. Die Fertigstellung des Zauns soll dann Ende kommenden Jahres erfolgen.

NDR
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat zwei neue Unterlagen bereitgestellt, die den Landwirten helfen sollen, einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in die Betriebe zu vermeiden, falls das Virus nach Deutschland gelangt. Denn weiterhin ist das Risiko hoch, dass das Virus aus Osteuropa nach Deutschland eingetragen wird. Es trifft dann auf ungeschützte Bestände. Deshalb hat das FLI ein Merkblatt über Schutzmaßnhamen vor der ASP in Schweinehaltungen zur Verfügung gestellt. Zudem hat das FLI eine Checkliste entwickelt und veröffentlicht. Mit Hilfe dieser Liste können Schweine haltende Betriebe ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und entscheiden, ob sie hier nachbessern müssen.

FLI

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