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ASP schreitet in China weiter voran

Montag, 19. November 2018
Nachdem bereits in der letzten Woche bei einem Schwein im chinesischen Jilin, einer Provinz an der nordkoreanischen Grenze, die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt wurde, ist jetzt auch die Provinz Sichuan von einem Ausbruch betroffen. Damit gab es mittlerweile Ausbrüche der Seuche in 18 chinesischen Provinzen. Zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der ASP sind seit dem ersten Auftreten im August diesen Jahres bereits rund 500.000 Schweine getötet worden.

Promedmail
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Das in Belgien isolierte Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weist enge Verwandtschaftsverhältnisse mit in Osteuropa isolierten Viren auf. Laut den Angaben belgischer Wissenschaftler, die das Virus phylogenetisch analysiert haben, gehört es zum Genotyp II. Dieser wurde zuvor in der Ukraine, Weißrussland, Estland und im europäischen Teil Russlands identifiziert.

Emerging Infectious Diseases
In Rumänien gab es laut Informationen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in zwei weiteren Landkreisen einen erstmaligen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Betroffen sind jeweils kleine Schweinehaltungen mit acht bzw. sieben Schweinen in den Dolj und Arges im Südwesten bzw. im Süden des Landes.

OIE - Report Arges
OIE - Report Dolj
Die Echnikokkose oder Fuchsbandwurm-Erkrankung kommt mit 40 bis 70 Fällen pro Jahr in Deutschland glücklicherweise recht selten vor. Für Baden-Württemberg und Bayern besitzt die Erkrankung allerdings eine regionale Bedeutung, da mehr als zwei Drittel aller deutschlandweiten Fälle dort auftreten. Am Universitätsklinikum in Ulm wurde eine Arbeitsgruppe zur Echinokokkose ins Leben gerufen, die sich auf diese parasitäre Krankheit spezialisiert hat. Professor Dr. Wolfgang Kratzer erklärte, dass die Maus bei der Übertragung des Fuchsbandwurms eine zentrale Rolle spiele. Dagegen sei das Wissen über die Verbreitung des Parasiten bei Mäusen und Füchsen sehr gering. Deswegen führe die AG Echinokokkose die Leutkirch-Echinococcus- multilocularis-Isny-Ehingen (LEmIE) Studie 2018 durch, die die Übertragung des Fuchsbandwurms zwischen Mäusen, Füchsen, Hunden und Menschen sowie verschiedene Umweltvariablen untersucht. Hierzu sollen in Leutkirch, Isny und Ehingen nicht nur Füchse analysiert werden, sondern auch Mäuse. „Die Erforschung der Fuchsbandwurm- Erkrankung ist ein hochspannendes Thema und gleichzeitig extrem wichtig für die Menschen, die hier in der Region leben“, sagt der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel, der gemeinsam mit seinem Kollegen Raimund Haser von den Experten auf den neueste Stand zur Echinokokkose gebracht wurde. In Europa ist der Fuchsbandwurm vor allem in Süddeutschland, Ostfrankreich, der Nordschweiz und Westösterreich verbreitet. Landwirtschaftliche Tätigkeiten und Waldarbeiten, Hunde- und Katzenhaltung sowie direkter Umgang mit Füchsen stellen Risikofaktoren für eine Ansteckung dar. Die Eier werden vom Menschen über den Mund aufgenommen. Anschließend setzt sich der geschlüpfte Parasit fast immer zuerst in der Leber fest, wo er tumorartig wächst und dort nach ungefähr 10 bis 15 Jahren zu erkennen ist. Je nach Fall, können Betroffene operiert oder medikamentös behandelt werden.

Universitätsklinikum Ulm
Eine Studie des European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) hat gezeigt, dass die Zahl der Todesfälle durch Antibiotika-resistente Keime in der EU gestiegen ist. So wuchs die Zahl der Todesfälle zwischen 2007 und 2015 von 25.000 auf 33.000 an. Allein im Jahr 2015 wurden mehr als 670.000 Infektionen mit Antibiotika-resistenten Keimen gezählt, von denen knapp ein Drittel in Italien lokalisiert waren. Dort starben 10.800 Personen an solch einer Infektion. Rund 54.500 Infektionen, von denen die meisten in Gesundheitseinrichtungen registriert wurden, und 2.363 Todesfälle sind währenddessen in Deutschland aufgetreten. Die Probleme in Südeuropa - und hier besonders in Griechenland und Italien – sind zudem größer als in Nordeuropa. Die Autoren gehen aber davon aus, dass hier rund die Hälfte dieser Infektionen vermieden werden könnte, wenn das Hygienemanagement in den Kliniken verbessert würde. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert.

The Lancet
Im Mai 2017 hat Dänemark das staatliche Tierwohlsiegel im Handel eingeführt. Zunächst galt dieses nur für Schweinefleisch. In der vergangenen Woche wurde das Tierwohlsiegel auch für Hähnchenfleisch ausgeweitet. Schon 10% der Hähnchenmäster nehmen an dem neuen Kennzeichnungssystem teil, mit dem die Verbraucher in drei Stufen über die Haltungs- und Tierwohlbedingungen der Masthähnchen während der Aufzuchtsphase und auf dem Weg zur Schlachtung informiert werden. Dänemarks Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen begrüßte die Erweiterung des staatlichen Siegels. Laut Informationen des dänischen Landwirtschaftsministeriums trägt inzwischen jede vierte im Handel verkaufte Packung Schweinefleisch das Label.

Schweizer Bauer
Berichten der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zufolge ist in einem kleinen Schweine haltenden Betrieb im rumänischen Kreis Vrancea die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Ein Tier war an der Seuche erkrankt, die weiteren vier Tiere des Betriebes wurden getötet. Seuchenschutzmaßnahmen wurden entsprechend der Vorschriften ergiffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

OIE
EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hat angesichts der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichtes für die EU-Fischereiflotte die Bedeutung der nachhaltigen Fischerei betont. Dies habe dazu geführt, dass die Gewinne der EU-Fischereiflotte im Jahr 2016 auf einen Rekordwert von 1,3 Milliarden Euro angestiegen sind, was gegenüber 2015 eine Steigerung um 698 Prozent bedeute. Auch für die Jahre 2017 und 2018 sind die Prognosen günstig. Aus dem Jahresbericht geht hervor, dass die Wirtschaftsleistung stagniert, wenn Flotten auf Bestände angewiesen sind, die immer noch überfischt sind. Flotten, die nachhaltig fischen, konnten ihre Rentabilität dagegen deutlich erhöhen. Diese positive Entwicklung im Fischereimanagement bringe die EU dem langfristigen Ziel einer nachhaltigen Fischerei bis 2020 näher.

EU-Kommission
In Belgien ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) mittlerweile bei 20 Wildschweinen nachgewiesen worden, wie die zuständige belgische Behörde (AFSCA) mitteilt. Alle Fälle sind in Wallonien aufgetreten. Die Behörden haben um die betroffene Region eine sogenannte "Infektionszone" eingerichtet, innerhalb derer spezielle Maßnahmen zum Schutz von Wild- und Hausschweinen getroffen werden.
Der Agrar- und Ernährungsausschuss im Bundestag hat am vergangenen Mittwoch mehrheitlich den geplanten Änderungen des Jagd- und Tiergesundheitsgesetzes zugestimmt. Dadurch soll die Afrikanische Schweinepest (ASP) künftig wirksamer bekämpft werden können. Die Änderung des Bundesjagdgesetzes sollen u.a. jagdliche Ausnahmen für die Jagd in Setz- und Brutzeiten ermöglichen.

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