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20. August 2018

CEPI vergibt Vertrag im Wert von bis zu 36 Mio. US-Dollar an ein von IDT geführtes Konsortium für die Entwicklung eines MERS-Impfstoffs

CEPI (die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) gab heute eine Kooperation mit IDT Biologika bekannt, in deren Rahmen IDT bis zu 36 Millionen US-Dollar für die Unterstützung der Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs gegen das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV), einen zoonotischen Erreger, der von Dromedaren auf Menschen übertragen wird, erhält.

Vertragsabschluss zwischen Richard Hatchett (CEO von CEPI) und Andreas Kastenbauer (Geschäftsführer IDT Biologika) CEPI vergibt Vertrag im Wert von bis zu 36 Mio. US-Dollar an ein von IDT geführtes Konsortium für die Entwicklung eines MERS-Impfstoffs (v. l. Dr. Richard Hatchett – CEO von CEPI, Andreas Kastenbauer – Geschäftsführer IDT Biologika), (© Fotograf: BMBF/Hans-Joachim Rickel).

Gemäß dem Rahmenvertrag für die Zusammenarbeit wird IDT von CEPI Gelder für die Weiterentwicklung seines MERS-CoV-Impfstoffs erhalten. CEPI unterstützt die ersten Entwicklungsphasen mit 15,7 Millionen US-Dollar und Optionen auf Investitionen von bis zu insgesamt 36 Millionen US-Dollar über fünf Jahre (einschließlich klinischer Entwicklung, Prozessentwicklung, Herstellung und Lagerhaltung des Impfstoffs).

Das 2012 erstmals identifizierte MERS-CoV wird über Tröpfcheninfektion der Atemwege von Dromedaren übertragen. Die Infektion kann eine Atemwegserkrankung mit Fieber und Husten verursachen, die sich zu einer schweren Lungenentzündung entwickeln kann. Ca. 35 % der gemeldeten Patienten mit MERS-CoV starben. Derzeit ist kein Impfstoff gegen MERS-CoV verfügbar.

Seit 2012 sind 2.229 laborbestätigte Fälle in 27 Ländern aufgetreten. Angesichts des epidemischen Potentials hat die WHO MERS-CoV als Krankheit mit hoher Priorität für Forschung und Entwicklung eingestuft.

Die Krankheit ist mehrfach vor allem in Saudi Arabien und andern Ländern des Nahen Ostens, aber auch außerhalb dieser Region, in großem Maßstab ausgebrochen. So kehrte 2015 eine mit MERS-CoV infizierte Person aus dem Nahen Osten nach Südkorea zurück und infizierte dort 186 Menschen mit dem Virus, was zu 36 Todesfällen führte und erhebliche sozioökonomische Auswirkungen hatte.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung in der deutschen Bundesregierung:
„Der Ausbruch von Krankheiten wie MERS, Ebola oder Lassafieber stellt solange eine Bedrohung für die Gesundheit vieler Menschen dar, wie keine wirksamen Impfstoffe zur Verfügung stehen. Darum beteiligen wir uns an der CEPI-Initiative, deren Ziel es ist, künftige Epidemien durch die Entwicklung neuer Impfstoffe zu verhindern. Ich freue mich besonders, dass bei den Bemühungen, weltweit eine bessere Gesundheitssicherheit zu erreichen, deutsches Knowhow eine wichtige Rolle spielt. Die IDT Biologika in Dessau und ihre wissenschaftlichen Partner wurden von der CEPI für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das MERS-Virus ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch und viel Glück bei Ihren Anstrengungen!“

Dr. Richard Hatchett, CEO der CEPI:
„Wir sind über diese Vereinbarung mit IDT zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen MERS sehr erfreut. Wir bei CEPI verfolgen die Vision einer Welt, in der Risiken durch Epidemien wie MERS keine Bedrohung für die Menschheit mehr darstellen. Die deutsche Bundesregierung ist Gründungsmitglied von CEPI und trägt durch die Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung maßgeblich dazu bei, dass wir diesem Ziel näher kommen.

Investitionen von CEPI von bis zu 36 Millionen US-Dollar in unsere Partnerschaft mit IDT sind nicht nur Ausdruck unseres Engagements für eine schnellere Entwicklung eines MERS-Impfstoffs, sondern auch unserer Entschlossenheit, unser gemeinsames Vorgehen gegen Epidemien zu verbessern und ihre verheerenden Auswirkungen zu verhindern.“

Andreas Kastenbauer, CEO von IDT:
„Wir freuen uns, unser Wissen und unsere Ressourcen einbringen zu können, um einen derart innovativen Impfstoff zur Prävention dieser tödlichen Krankheit zu entwickeln. IDT freut sich sehr, ein solch exzellentes Konsortium angesehener wissenschaftlicher und klinischer Organisationen bei der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen zu unterstützen.

Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur Mission von CEPI für die Entwicklung innovativer Impfstoffe zur Vorbeugung neuer Infektionsrisiken leisten zu können.“

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