Tiergesundheit > Landwirt > Geflügel > Krankheitsbilder > Salmonellen beim Nutzgeflügel

Geflügel

Salmonellen

Informationsmaterialien

Salmonellen beim Nutzgeflügel

Beim Nutzgeflügel vorkommende Salmonellen sind als Zoonoseerreger von großer Bedeutung. Bestandsimpfungen schützen!

Das Vorkommen von Salmonellen beim Nutzgeflügel ist - mit Blick auf die Lebensmittelsicherheit - von Interesse für die öffentliche Gesundheit und den Verbraucher sowie von wirtschaftlicher Bedeutung für Erzeugung und Vermarktung von Geflügelprodukten, Geflügelfleisch und Eiern.

Hauptaugenmerk EU-weiter Bekämpfungs- und Kontrollprogramme liegt derzeit auf der Reduktion der Prävalenz von Salmonella enterica ssp. enterica Serovar Enteritidis (S. Enteritidis) sowie Salmonella enterica ssp. enterica Serovar Typhimurium (S. Typhimurium).

Eier im Karton

Diese durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerreger können beim Menschen zu ernsthaften Erkrankungen (Gastroenteritis) führen, während sie im infizierten Tierbestand hingegen keine klinischen Symptome verursachen. Salmonellen sind weltweit verbreitete Bakterien.

Im Tierstall sind sie u.a. in stehendem Wasser, in Nahrungs- und Futtermitteln, Futterbehältern, Einstreu und an Geräten nachgewiesen worden und persistieren vor allem in Staub und Kot.

Salmonellen bei Hühnern

Bei Legehennen führt eine Infektion mit S. Enteritidis und S. Typhimurium in der Regel nicht zu Krankheitssymptomen. Dennoch sind infizierte Hennen Ausscheider der Bakterien, vornehmlich über den Kot, aber auch über das Ei, so dass der Erreger in die Nahrungskette gelangen und damit eine potentielle Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen (Lebensmittelinfektion) kann. Im Gegensatz zu klinisch unauffälligen Legehennen sind infizierte Küken und Masthühner (Broiler) meist matt und geschwächt, fressen nicht und haben Durchfall. Die Untersuchung toter Tiere ergibt meist eine Dottersackentzündung und Anzeichen einer Septikämie.

Zum Schutz vor einer Infektion muss in Legehennenbeständen mit mehr als 250 Tieren eine Pflichtimpfung gegen S. Enteritidis durchgeführt werden. Eine Impfung gegen S. Typhimurium ist ebenfalls durchzuführen, wenn das Risiko für eine Infektion erhöht ist.

Die Impfung führt über die Aktivierung von Immunmechanismen rasch zu einem belastbaren Immunschutz sowie zu einer verringerten Erregerausscheidung. Auf diesem Weg kann eine Ansteckung weiterer Tiere der Herde als auch der Nachkommen verhindert werden.

Vorbeugend werden neu zu besetzende Aufzuchtställe außerdem gründlich gereinigt und desinfiziert. Ein Kontakt zwischen Hühnerbeständen und Wassergeflügel ist zu vermeiden.

Gruppe von Hühnern im Freigehege

Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung der Inhalte und Werke auf diesen Seiten ist nach dem deutschen Urheberrecht untersagt. Downloads und Kopien von den pdf-Dateien auf dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Daher ist auch die Weitergabe und das Einstellen der Dateien auf der eigenen Webseite untersagt.

Produktübersicht
zu den Produkten

Aktuelles
zu den Neuigkeiten

Ansprechpartner
zu den Kontakten