Myxo­ma­to­se

Bedeutung

Die Myxomatose ist eine ansteckende Viruserkrankung, die in vielen Regionen Deutschlands vorkommt.

Die Myxomatose, auch Kaninchenseuche genannt ist eine weit verbreitete Kaninchenkrankheit. Sie wird durch ein Virus verursacht und betrifft sowohl Wild- als auch Hauskaninchen.

Eine Besonderheit dieser Erkrankung ist, dass sie außer durch direkten Kontakt mit erkrankten Kaninchen auch von stechenden, blutsaugenden Insekten, wie z.B. Mücken übertragen werden kann.

Ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht in den folgenden Gebieten:

  • Innerhalb der Endemiegebiete
  • direkt an Endemiegebiete angrenzende Regionen und
  • Regionen, in denen es im aktuellen Jahr bereits zu Ausbrüchen der Myxomatose gekommen ist.

Die Erkrankungs- und Verlustrate kann in ungeschützten Beständen bis zu 100 % betragen. 

Dies ist abhängig vom krankmachenden Potenzial des Virus und der jeweiligen Ansteckungsdosis. Solch ein Verlustgeschehen kann die züchterische Arbeit von vielen Jahren zerstören und sogar zum Totalverlust des Zuchtbestandes führen.

Die vorbeugende Impfung stellt den einzigwirksamen Schutz vor diesem Szenario dar. Damit jedoch eine belastbare Immunität gegenüber Myxomatose aufgebaut wird, die gefährliche Seuchenzüge verhindern kann, muss der Durchimpfungsgrad der Kaninchenpopulation bei mehr als 70 % liegen. Nur eine geschlossene Impfdecke kann bei Seuchenzügen schützen und ist daher anzustreben.

Da die Myxomatose, mit einem Höhepunkt vom Frühling bis zum frühen Herbst, grundsätzlich ganzjährig auftreten kann, ist ein ständiger Schutz der Kaninchen in Heimtierhaltung und die regelmäßige Impfung in den Zuchtbeständen zwingend notwendig.