Tiergesundheits-News

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24.11.2017Tolle Preise beim IDT-Weihnachtsfotowettbewerb 2017 gewinnen!

Pünktlich zur Adventszeit hat die IDT Biologika ihren Weihnachtsfotowettbewerb 2017 gestartet, um den digitalen Weihnachtsbaum pünktlich zu Weihnachten zum Strahlen zu bringen. Tierhalter sind bis zum 14. Dezember 2017 aufgerufen, die schönsten, lustigsten und originellsten Bilder ihres Tieres auf der Webseite hochzuladen. Anschließend werden die 10 schönsten Bilder ausgesucht und am 15. Dezember 2017 als Christbaumkugel an den Baum gehängt. Dann beginnt die Onlineabstimmung für alle. Es gewinnen die 3 Bilder, die bis zum 26. Dezember die meisten Stimmen erhalten haben. Aber damit noch nicht genug! Neben den Fotografen können auch noch die Abstimmungsteilnehmer attraktive Weihnachtsgeschenke gewinnen. Alle Gewinner werden am 27.12.2017 auf der Seite der IDT Tiergesundheit veröffentlicht.

Zum Weihnachtsfotowettbewerb
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

24.11.2017BTK fordert starke Verbesserungen oder Verbot von Lebendtiertransporten bei Tierschutzverstößen

Am vergangenen Dienstagabend erschütterten Berichte über eklatante Missstände bei Tiertransporten in Länder außerhalb der EU die Öffentlichkeit. „Es müssen unverzüglich durchgreifende Maßnahmen, die nachhaltig für die Abstellung der Mängel sorgen, ergriffen werden“, so der Präsident der Bundestierärztekammer (BTK), Dr. Uwe Tiedemann. Er fordert die EU, die Bundesregierung und die Länder auf, unverzüglich die Abfertigung von Tiertransporten in Drittländer bis auf weiteres zu untersagen. Immer wieder rufen Missstände und Verstöße gegen den Tierschutz Empörung hervor, so auch die Zustände an der bulgarisch-türkischen Grenze und die Situationen in den Schlachthäusern in der Türkei, dem Libanon und Ägypten. Die aktuelle Reportage bei "37 Grad" thematisierte erneut diese bereits mehrfach von Seiten der Bundestierärztekammer angeprangerten Zustände. „Transport- und Schlachtbedingungen in den Zielländern erfüllen nicht einmal annähernd EU-Standards“, erklärte Tiedemann. „Und das ist noch eine verharmlosende Beschreibung der Zustände. Es müssen endlich nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass tierschutzrechtliche Vorschriften erfüllt werden. Andernfalls dürfen Transporte von lebenden Tieren in Drittländer wie Türkei, Libanon oder Ägypten von den EU-Mitgliedsstaaten nicht mehr durchgeführt werden!“ fordert Tiedemann. „Jeder, der einen Tiertransport auf den Weg schickt, trägt auch eine Verantwortung für den Schutz dieser Tiere – diese Verantwortung endet nicht an der Grenze!“ Damit appelliert der Präsident auch an die Zuchtverbände, keine Viehtransporte in Länder zu organisieren, wenn ein tierschutzkonformer Ablauf an den Grenzübergangsstellen, aber auch darüber hinaus nicht gewährleistet werden kann. Die Bundestierärztekammer bittet die Bundesregierung außerdem dringend, die Möglichkeit eines Exportverbots für lebendes Schlachtvieh in Drittländer zu prüfen. „Der Export von Zuchtvieh hat sicher seine Berechtigung“, so Tiedemann. „Aber ist es wirklich erforderlich, lebende Tiere über tausende von Kilometern zu transportieren, damit sie an ihrem Bestimmungsort nach teilweise unvorstellbaren Quälereien endlich geschlachtet werden?“ Die BTK forderte alle Beteiligten auf, ihren Teil der Verantwortung für den Tierschutz zu übernehmen und alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das Leiden der Tiere zu verhindern. "Wir können und dürfen unsere Augen nicht verschließen!“ appellierte Tiedemann.

Bundestierärztekammer
Reportage - Geheimsache Tiertransporte, wenn Gesetze nicht schützen
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

24.11.2017Geflügelkot zur Stromgewinnung nutzen

Geflügelkot könnte in Zukunft rund zehn Prozent der Kohle bei der Stromherstellung ersetzen. Das zumindest meint Professor Amir Gross von der Universität Ben Gurion (BGU) in Beerscheva. Wie er und seine Mitarbeiter im Fachjournal "Applied Energy" schreiben, beinhalte dieses Verfahren gleich mehrere positive Aspekte. Neben der Schaffung einer alternativen Energiequelle würde auch noch der umweltbelastende und infektiöse Vogelkot entsorgt, der vor allem bei der Geflügelintensivhaltung ohnehin anfällt und unschädlich entsorgt werden muss. Bei dem Verfahren handelt es sich um die sogenannte Hydrothermale Carbonisierung (HTC), wobei die feuchte Biomasse unter Druck bei Temperaturen von bis zu 250 Grad Celsius erhitzt wird. Dabei entsteht mehr Energie als hineingesteckt werden muss bei einer akzeptablen Ökobilanz.

Proplanta
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

24.11.2017Nandu-Population wächst weiter

In Mecklenburg-Vorpommern wächst die Nandu- Population seit einigen Jahren stetig an. Aktuell ergab das Monitoring 244 Tiere in Nordwestmecklenburg, wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mitteilte. Davon waren 148 Altvögel und 33 in diesem Jahr geschlüpfte Jungvögel. Bei den übrigen 63 Tieren konnten Alter und Geschlecht auf Grund der Entfernung bei der Zählung nicht festgestellt werden. Die flugunfähigen Laufvögel stammen ursprünglich aus Südamerika. Bei den Tieren in Mecklenburg-Vorpommern handelt es sich jedoch um Nachfahren von Tieren, die im Jahr 2000 in Schleswig-Holstein aus einem Gehege geflüchtet sind. Seit 2008 werden die Tiere im Rahmen eines Monitorings zweimal jährlich gezählt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hält es für nicht erwiesen, dass die Tiere heimische Arten aus ihrem Lebensraum verdrängen. Da die Tiere aber offenbar größeren Schaden in der Landwirtschaft anrichten, waren zur Verhinderung eines übermäßigen Populationswachstums 118 Eier durch die untere Naturschutzbehörde in diesem Jahr angebohrt worden.

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

24.11.2017Herdenschutzhunde sind für Deutschland ungeeignet und bergen Risikopotenzial

Angesichts der Überlegungen zum Schutz von Nutztieren vor Wolfsübergriffen wird neben anderen Maßnahmen wie Schutzzäunen auch zunehmend die Einführung von Herdenschutzhunden gefordert. Die Landestierärztekammer Baden-Württemberg sieht dies kritisch und verweist u.a. auf den ursprünglichen und üblichen Einsatz dieser Hunde. Herdenschutzhunde sind nicht zu verwechseln mit Hütehunden, die auf beispielsweise auf Anweisung des Schäfers handeln. Herdenschutzhunde wurden dagegen dazu gezüchtet, eigenständige Entscheidungen zu treffen, wenn sie eine Bedrohung für die Herde erkennen. In der Schweiz hat man mittlerweile gute Erfahrungen mit dem Einsatz solcher Hunde gemacht, die üblicherweise aus fast menschenleeren Regionen stammen. Dr. Thomas Steidl, Präsident der Landestierärztekammer, stellt dazu fest, dass man die zerklüfteten und menschenleeren Hochtäler Graubündens nicht mit unseren kleinteiligen Wäldern und eng besiedelten Kulturräumen vergleichen könne. „Der schreckliche Beißunfall im Mai diesen Jahres, bei dem eine ältere Dame von einem Herdenschutzhund tödlich verletzt wurde, ist uns noch lebhaft im Gedächtnis“, so Steidl. „Auch aus diesem furchtbaren Unglück wird ersichtlich, wie wichtig der Sachkundenachweis für Halter bestimmter Hunde ist, der von Fachkreisen seit Jahren gefordert wird“, so Dr. Julia Stubenbord, Landestierschutzbeauftragte von Baden-Württemberg. Steidl stellt zudem die Frage, wie Tierärzte mit verunfallten Herdenschutzhunden umgehen sollen, wenn diese im Notdienst in die Praxis kommen. Die Behandlung solcher Hunde sei mit der anderer Gefahrhunden überhaupt nicht zu vergleichen. Aus diesen Gründen sieht die Landestierärztekammer den Einsatz von Herdenschutzhunden in Baden-Württemberg als ungeeignet an und rät davon ab.

Landestierärztekammer Baden-Württemberg
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.11.2017Bayern fördert Imker und Forschung zur Bienengesundheit

In Bayern wird Imkern immer beliebter. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind rund 4.000 Imkerinnen und Imker neu in die Bienenhaltung eingestiegen. Damit ist die Zahl der aktiven Imker in Bayern auf rund 35.000 gestiegen. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (STMELF) mit. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) führt das zunehmende Interesse auch auf die gezielte Förderung durch den Freistaat sowie die intensive Nachwuchsarbeit der Imkerverbände zurück. Die Neuanschaffung von Imkergeräten wird mit 30 Prozent vom Land gefördert. Außerdem wird künftig noch mehr Geld in die Forschungsförderung zur Bienengesundheit investiert.

STMELF Bayern
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.11.2017Im Falle der Geflügelpest dürfen Freilandeier länger als solche vermarktet werden

Bislang führte ein länger anhaltender Ausbruch der Geflügelpest, der mit einem Aufstallungsgebot für Geflügel einherging, dazu, dass Eier nach 12 Wochen nicht mehr als Eier von Freilandhühnern vermarktet werden durften. Die EU-Kommission hat diese Bestimmungen nun um vier Wochen verlängert. Ab 25. November 2017 beträgt der geduldete Aufstallungszeitraum für Freilandeier 16 Wochen. Dadurch sollen sich die durch die aviäre Influenza ergebenden potenziellen wirtschaftlichen Verluste reduzieren. Derzeit gibt es in der EU rund 390 Millionen Hühner, von denen etwa 54 Millionen (14 Prozent) in Freilandhaltung gehalten werden. In Deutschland sind 18 Prozent der verkauften Eier aus Freilandhaltung.

EU-Kommission
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.11.2017Usutu-Virus dezimiert Amselpopulation

In allen Gebieten, wo das Usutu-Virus nachgewiesen wurde, kann auch ein Rückgang der Amselpopulation nachgewiesen werden. Das fanden Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNTIM) gemeinsam mit andern Forschungseinrichtungen heraus. In Gebieten, wo das Usutu-Virus auftrat, gingen die Amselpopulationen von 2011 bis 2016 im Durchschnitt um 16 Prozent stärker zurück als im Rest Deutschlands. „20 Jahre nach dem ersten Auftreten des Usutu-Virus in Europa ist es uns nun gelungen, den Einfluss konkret zu bewerten“, betont Dr. Renke Lühken, der Ökologe vom BNITM, der die statistischen Analysen durchführte. Die Daten dazu hatten virologische Untersuchungen von toten Vögeln sowie das Citizen-Science-Projekt „Stunde der Gartenvögel“ geliefert. Um aus dieser Vielzahl an Daten sinnvolle Schlüsse ziehen zu können, mussten mathematische Modellierungen angewandt werden. Das Usutu-Virus wurde in Deutschland erstmals im Jahr 2010 nachgewiesen. Zwischen 2011 und 2015 ist das Virus bei 230 Vögel festgestellt worden.

Bernhard-Nocht-Institut
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22.11.2017ZDF-Bericht über Lebendtiertransporte führt zu Forderungen nach Ende von Exporten

Am Dienstagabend sind im Rahmen der ZDF- Reportage "37 Grad" unfassbare Bilder gezeigt worden, wie auf Tiertransporten in die Türkei und den Nahen Osten mit lebenden Tieren umgegangen wird. Diese Bilder haben mittlerweile auch zu Forderungen aus der Landwirtschaft geführt. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) fordert, dass Lebendtiertransporte in die Türkei und den Nahen Osten untersagt werden, angesichts der Zustände und des Tierleids, die auf diesen Transporten entstünden. Die Bilder zeigten auch, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle von Misshandlungen von Tieren handelte. Es scheint sich um ein systematisches und dauerhaftes Vorgehen zu handeln, bei dem Tiere verletzt und schwer geschädigt werden. So reiht sich bei Temperaturen von 40°C und mehr nicht selten ein Viehtransporter nach dem anderen am Grenzübergang von Bulgarien in die Türkei aneinander. Die Tiere können hier häufig über mehrere Tage nicht versorgt werden, viele verenden. In Anbetracht der gezeigten Bilder ist dies jedoch möglicherweise noch humaner als lebendig bis zu einem Schlachthof in der Türkei oder dem Libanon zu gelangen. Hier werden die Tiere mit Krähnen abgeladen und kopflos geschlagen. Einige Videos zeigten Männer, die den Tieren kaltblütig die Augen ausstechen oder die Sehnen durchschneiden. Anschließend prügelten sie die Tiere weiter, bevor sie ihnen bei vollem Bewusstsein ohne Narkose die Halsschlagader aufschlitzen. Grundsätzlich wäre es nach einem höchstrichterlichen Urteil der EU bereits jetzt möglich, solche Tiertransporte zu unterbinden. Die Veterinärämter können solche Transporte verbieten, wenn nicht gewährleistet ist, dass die Tiere bis zum Bestimmungsort, der auch in Drittländern liegen kann, die in der EU gültigen Tierschutzbestimmungen eingehalten werden können. Von dieser Möglichkeit wird aber offenbar bisher wenig Gebrauch gemacht.

ZDF
WLV
Positionspapier des Bündnisses für Tierschutzpolitik
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

22.11.2017Aktuell sind 60 Wolfsrudel in Deutschland vorhanden

Aktuell gibt es in Deutschland 60 Wolfsrudel, wie aus einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervorgeht. Die Vorkommen der Tiere konzentriert sich dabei vorwiegend auf das norddeutsche Tiefland, das sich von Niedersachsen Richtung Südosten über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen- Anhalt und Thüringen bis in die sächsische Lausitz erstreckt. Mit aktuell 60 bestätigten Rudeln ist die Zahl gegenüber dem vorhergehenden Monitoringjahr um 13 gestiegen. Die meisten Tiere leben in Brandenburg und in Sachsen. Auch wenn der Wolf sich Deutschland offenbar erfolgreich zurückerobert, ist das Leben für die Tiere nicht ungefährlich. So wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt 201 Wölfe tot aufgefunden worden. Davon sind 140 im Straßenverkehr ums Leben geklommen, 26 Tiere wurden illegal getötet. BfN-Präsidentin Beate Jessel stellte fest, dass die Rückkehr des Wolfes uns in unserer heutigen Kulturlandschaft vor eine besondere gesellschaftliche Herausforderung stellt. "Die Angst der Menschen vor direkten Begegnungen und die Sorgen der Weidetierhalter müssen wir sehr ernst nehmen. Wir unterstützen mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen und Handlungsempfehlungen zum Wolf und informieren so die Bundesländer, bei denen in Sachen Wolf die Vollzugshoheit liegt", so die BfN-Präsidentin. Mittlerweile haben 13 Bundesländer Wolfsmanagementpläne veröffentlicht. Auch für den Herdenschutz wird öffentliches Geld ausgegeben. So gaben die Bundesländer, in denen Wölfe vorkommen, im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Euro für Herdenschutzmaßnahmen aus. Für Schadensausgleichszahlungen bei Vorfällen, bei denen ein Wolf als Verursacher festgestellt wurde, mussten rund 135.000 Euro aufgewendet werden.

Bundesamt für Naturschutz
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter