Tiergesundheits-News

Bekommen Sie unsere tagesaktuellen Tiergesundheits-News auch als Email. Hier abonnieren

23.06.2017DVG gibt Datenbank für geprüfte Desinfektionsmittel frei

Bereits seit 1976 veröffentlicht die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) Listen mit auf ihre Wirksamkeit geprüften Desinfektionsmitteln. Jetzt hat die DVG diese Listen in eine Datenbank übertragen, die über die Webseiten des Ausschusses "Desinfektion in der Veterinärmedizin" der DVG für jeden online abrufbar sind. Die Desinfektionsmittellisten sind dabei gegliedert in die Bereiche Tierhaltung, Lebensmittel sowie Tierarztpraxen und Tierheime, so dass jeder Interessierte direkt in die Liste mit den für ihn relevanten Desinfektionsmitteln gelangt. Bereits seit dem Jahr 2000 sind die Listen online verfügbar. Mit der jetzigen Überführung in eine Datenbank soll die Nutzerfreundlichkeit noch einmal erhöht werden.

DVG
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.06.2017Saarland gibt ökologische Vorrangflächen wegen Trockenheit frei

Wegen der anhaltenden Trockenheit dürfen Landwirte im Saarland weitere Flächen, sogenannte ökologischen Vorrangflächen, für die Futterherstellung nutzen. Auf diese Weise soll einer drohenden Futterknappheit entgegengewirkt werden. Die Landwirte dürfen die Flächen ab 1. Juli 2017 zur Ernte oder als Weide nutzen. Ökologische Vorrangflächen liegen sonst aus Umweltschutzgründen brach.

Proplanta
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.06.2017Mecklenburg-Vorpommern lädt zum 1. Weidefestival

Am 25. Juni 2017 findet auf dem Gut Borken in Viereck ein „Picknick mit Kühen und Kälbern“ statt. Ab 11 Uhr können alle Interessierten dieses erste Weidefestival besuchen. "Massentierhaltung, Pestizide, Gentechnik – die Landwirtschaft sieht sich zunehmend mit negativen Vorurteilen konfrontiert. Dabei hat sie sich in vergangenen Jahren äußerst positiv entwickelt", sagt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung. „Das Weidefestival macht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter für Gäste erlebbar“, so Backhaus.

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

23.06.2017Milchanlieferungen stabil - Milchpreise auf Wachstumskurs

Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) schätzt den Erzeugerpreis für Milch im Juni auf durchschnittlich 34,0 Ct/kg. Würde sich dies bewahrheiten, entspräche dies einem Plus von 0,7 Ct mehr gegenüber dem Mai. Gleichzeitig bewegte sich das Milchaufkommen in Deutschland seit Anfang Juni auf einem anhaltend hohen Niveau. Zudem zeige die Milchanlieferung in diesem Jahr einen untypischen Verlauf. Üblicherweise gipfeln die erfassten Mengen zur sogenannten Milchspitze, die in der Regel in den Mai fällt, bevor den Molkereien von Woche zu Woche weniger Milch angeliefert wird. Seit längerem bewegen sich die angelieferten Mengen in diesem Jahr jedoch sehr stabil auf hohem Niveau. Ab der Monatsmitte ist im Zuge der sommerlichen Wetterlage jedoch mit einem gedämpfteren Verlauf der Milchmengen zu rechnen.

AMI
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

22.06.2017Schweinezuchtbetrieb in Sachsen-Anhalt von Tierschützern angeklagt

Aktivisten der Tierschutzorganisation "Tierretter" haben ein Video publiziert, in dem Ferkeltötungen zu sehen sind: Ein Mann nimmt zwei Ferkel aus der Bucht und tötet sie durch einen Schlag des Kopfes auf den Betonboden. Diese Aufnahmen sollen Anfang der vergangenen Woche angeblich in einem Schweinezuchtbetrieb in Sachsen-Anhalt mit 1100 Sauen aufgenommen worden sein. Der Verein hat den Schweinehalter angezeigt. Das Video zeigt zudem weitere Missstände in Haltung und Gesundheitsszustand von Schweinen. Eine Tierschutzorganisation mit Namen L214 wurde in Frankreich kürzlich erstmals ageklagt, weil sie widerrechtliche Aufnahmen in einem Schlachthof gemacht haben soll. Ein Nebenkläger des noch laufenden Verfahrens ist hier der regionale Bauernverband (FDSEA).

topagrar.de
topagrar.de
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

22.06.2017Über 350 Fragen zum Bayern-Ei-Skandal vorgelegt

Die Opposition im bayerischen Landtag hat über 350 Fragen vorgelegt, die im bald beginnenden Untersuchungsausschuss zum Bayern-Ei-Skandal erörtert werden sollen. Damit sollen die Hintergründe des Lebensmittelskandals detailliert aufgeklärt werden, der im Sommer 2014 dazu geführt hat, dass mehrere Menschen europaweit nach dem Verzehr von Eiern des niederbayerischen Bayern-Ei-Konzerns an Salmonellose erkankten. Mindestens ein Todesfall war dabei zu verzeichnen gewesen. Laut Rosi Steinberger von der Partei Bündnis 90/Die Grünen sei es das Ziel des Ausschusses, eine nachhaltige Wirkung zu entfalten. Ihr zufolge sei es durchaus möglich, dass am Ende der Aufarbeitung das Ergebnis stehe, dass die Schutzinstrumente in Bayern allesamt versagt hätten. Wer die politische Verantwortung für den Skandal übernehme müsse, solle außerdem festgestellt werden. Florian von Brunn von der SPD sagte, es gehe nicht nur um einen Salmonellenausbruch, ausgelöst durch den größten Eierproduzenten in Bayern, sondern um einen Lebensmittelskandal in ganz Europa. Trotz staatsanwaltlicher Ermittlungen gegen mehrere Mitarbeiter, den Eigentümer und Behördenvertreter darf der Konzern wieder Eier ausliefern.

proplanta
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

22.06.2017Gesetzesnovelle des Naturschutzgesetzes unter Kritik

Die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes, welche an diesem Donnerstagabend vom Bundestag verabschiedet werden sollte, wurde von der Partei Bündnis 90/Die Grünen als unzureichend eingestuft. Zwar begrüßte die Partei, dass kurz vor der geplanten Abstimmung eine Intervention durch andere Ministerien abgelehnt wurde, so wie es schon im Februar von zahlreichen Umweltschutzverbänden gefordert worden war. Anderenfalls hätten laut Parteimitglied Steffi Lemke Wirtschaftsinteressen über dem Meeresschutz gestanden. Dennoch kritisiert Lemke, dass die Bundesregierung es im derzeitigen Entwurf verpasst hätte, der "industriellen Landwirtschaft einen Riegel vorzuschieben", welche sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als "Hauptverursacher des Artensterbens" bezeichnete.

proplanta
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

22.06.2017Ansteckende Blutarmut bei Pferd in Nordrhein-Westfalen

Ein Pferd in Düsseldorf-Kalkum ist mit der Viruserkrankung Infektiöse Anämie der Einhufer (EIA) infiziert. Das hat eine amtliche Untersuchung nun bestätigt. Ein Sperrbezirk von einem Kilometer wurde um den Stall errichtet. Er betrifft derzeit acht Pferdehalter mit insgesamt 165 Einhufern. Die Tiere dürfen nicht verbracht werden, nicht an Reitveranstaltungen teilnehmen und müssen sich ebenfalls einer amtlichen Blutuntersuchung unterziehen. Auch dürfen im Sperrbezirk keine Ausstellungen oder Märkte abgehalten werden. Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer wird durch stechende Insekten wie etwa Pferdebremsen übertragen. Eine Behandlung betroffener Tiere ist nicht möglich und nicht erlaubt. Bereits Anfang Juni war EIA bei einem Pferd in Niedersachsen festgestellt worden.

Neue Ruhr Zeitung
Laves
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

21.06.2017Biolandwirtschaft fördern und damit Antibiotikaeinsatz reduzieren

Der Landwirtschaftssprecher der Grünen in Österreich, Wolfgang Pirklhuber, sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen intensiver Tierhaltung und Antibiotikaresistenzen. Um eine Besserung der Resistenzlage zu erreichen, sieht er eine wichtige Maßnahme deshalb in der Förderung der Biolandwirtschaft: "Die vorbeugende Verabreichung von Antibiotika war bei der Bio-Fleischerzeugung schon immer verboten. Die besseren Haltungsbedingungen, zum Beispiel die geringere Besatzdichte, senken das Krankheitsrisiko." Anlass für diese Aussage waren die heute veröffentlichten Testergebnisse zu Antibiotika-resistenten Keimen auf Fleisch in Österreich.

Gruene.at
Antibiotikaminimierung im Stall für Tierärzte
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

21.06.2017Vorsicht vor Waldbränden

In den meisten Bundesländern wurde aufgrund der andauernden Hitze und Trockenheit die höchste Gefahrenstufe für Waldbrände ausgerufen. "Trockene Streu und ausgedörrtes Gras brennen wie Zunder“, warnt Forstminister Peter Hauk. Rauchen, Grillen oder Feuermachen im Wald und auf Waldparkplätzen ist demnach strengstens untersagt und offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch an den erlaubten Stellen muss ein (Grill-) Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden. Auch auf den Autobahnen gibt es aufgrund der Wetterlage zusätzlich eingerichtete Tempolimits.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter