Tiergesundheits-News

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11.12.2017ASP auch westlich von Warschau bei Wildschweinen nachgewiesen

Inzwischen ist das hoch ansteckende Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auch bei Wildschweinen westlich der polnischen Hauptstadt Warschau nachgewiesen worden. Dieser Nachweis wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems als besorgniserregend bezeichnet, da er eine weitere sprunghafte Ausdehnung des Virus neben Tschechien nun auch in Polen bedeutet. Als Ursache für die Verbreitung kommt nach Ansicht des FLI auch fahrlässiges menschliches Handeln in Betracht. Es fehlt bislang die Kenntnis über die Verbreitung des Virus in der Wildschweinepopulation der Gegend. Das FLI empfiehlt eine intensive Bejagung der Wildschweine, wie sie in Tschechien erfolgte, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

FLI Radar Bulletin
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

11.12.2017Weitere Fälle von Tuberkulose bei Rindern in Belgien

In Belgien sind weitere Fälle der Bovinen Tuberkulose festgestellt worden. Eines der betroffenen Tiere stammt aus einer Mastherde mit rund 200 Tieren in West-Flandern, das andere Tier ist ebenfalls ein Mastrind aus einer Herde mit 40 Tieren. Beide Tiere sind im Rahmen eines epidemiologischen Überwachungsprogramms aufgedeckt worden, das nach dem ersten Fall der Bovinen TBC in Belgien Ende Juli 2017 ins Leben gerufen worden ist.

FAVV
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

11.12.2017Geflügelpest vom Typ H5N6 in den Niederlanden

In einem Enten haltenden Betrieb ist in Biddinghuizen in der Provinz Flevoland in den Niederlanden das hoch pathogene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen worden. In dem betroffenen Betrieb wurden 16.000 Mastenten getötet, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern. Außerdem wurden ein Sperr- und ein Beobachtungsgebiet um den Betrieb eingerichtet. Das niederländische Landwirtschaftsministerium erließ zudem eine landesweite Stallpflicht für Nutzgeflügel.

University of Wageningen
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

11.12.2017Mehr Zusammenarbeit in Sachen Wolfsschutz in Niedersachsen vereinbart

Die niedersächsischen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft wollen zukünftig eng beim Thema Wolf zusammenarbeiten. Umweltminister Olaf Lies (SPD) forderte eine weitere Professionalisierung im Umgang mit dem Wolf. Dies bedeutet, dass die Informationspolitik verbessert, der Herdenschutz massiv ausgebaut und eine schnelle Schadensregulierung bei Wolfsbissen erfolgen muss. Das Umweltministerium hat bereits die Förderkulisse für Herdenschutzmaßnahmen auf das gesamte Land Niedersachsen ausgeweitet. Zudem müsse aber auch das Wissen über den Wolf und sein Verhalten vergrößert werden. Weiterhin sei es notwendig, Regelungen zu schaffen, damit Wölfe, die zur Bedrohung für den Menschen werden oder immer wieder eingezäunte Weidetiere angreifen, umgehend aus der Natur entfernt werden können. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) stellte klar, dass sie beim Thema Wolf den Interessen der Landwirte verpflichtet sei und es um einen wirksamen Schutz der Nutztiere gehe.

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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08.12.2017Deutscher Tierschutzbund fordert Verbot von Lebendtiertransporten von EU und Bundesregierung

Der Deutsche Tierschutzbund hat den zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aufgefordert, Lebendtiertransporte in Drittstaaten sofort zu verbieten. Es müsse schnellst möglich ein Verbot auf nationaler sowie auf EU-Ebene geben. Dies fordern inzwischen immer mehr Vereinigungen und Verbände, darunter auch der Westfälisch- Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und der Bauern- und Winzerverbande Rheinland-Nassau sowie die Bundestierärztekammer, die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. und zahlreiche Tierschutzorganisationen. Durch eine Petition kann sich jeder an der Forderung beteiligen. Inzwischen werden jedes Jahr etwa vier Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen von der EU in Drittländer transportiert, viele von ihnen nur, um sie am Zielort zu schlachten bzw. zu schächten. Der Weg dorthin stellt für die Tiere eine ungeheure Strapaze dar, oft begleitet durch willkürliche Grausamkeit der Menschen beim Ver- und Entladen, auf dem Transport und im Schlachthof. In den Zielländern der Lebenstransporte ist Tierschutz ein Fremdwort, weshalb Transporte von Schlachttieren in diese Länder sofort verboten werden müssen!

Deutscher Tierschutzbund
Reportage über Lebendtiertransporte
Petition unterschreiben - jede Stimme zählt
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

07.12.2017Milchleistung leicht gesunken - Eutergesundheit leicht verbessert

Der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft spiegelt sich auch in der Bilanz der Milchleistungsprüfungen (MLP) wider. Dies geht aus dem Bericht vom Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) für das im September abgelaufene Kontrolljahr 2016/17 hervor. Demnach sank die Zahl der Milchkühe in der Prüfung um 0,4 Prozent auf 3,66 Millionen Tiere. Im Vorjahr war die Zahl der Milchkühe noch deutlicher um 2,1 Prozent gesunken. Stärker sank dagegen die Zahl der Milchviehhalter. Hier wurde ein Rückgang um 5,4 Prozent auf noch gut 44.000 verzeichnet. Diese beiden Entwicklungen hatten zur Folge, dass die Zahl der Kühe pro Halter auf 82,7 anstieg. Die größten Herden standen dabei mit im Schnitt 394 Tieren in Berlin-Brandenburg. Leicht gesunken gegenüber dem Vorjahr ist auch die Milchleistung. Die Tiere gaben im Schnitt 8.541 Kilogramm Milch, das sind 58 Kilogramm weniger als im Vorjahr. Die sächsischen Kühe waren dabei mit 9.551 Kilogramm am produktivsten. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Zellgehalt, der auch als Maßstab für die Eutergesundheit gilt, gesunken. Er betrug durchschnittlich 225.000 Zellen pro Milliliter Milch. Mehr als 75 Prozent aller Kühe wiesen sogar Zellzahlen von weniger als 200.000 je Milliliter Milch auf.

Raiffeisen.com
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07.12.2017Rückkehr des Wolfes hat bisher keine Auswirkungen auf Parasiten bei Jagdhunden

Seit der Wolf nach Deutschland und Mitteleuropa zurückgekehrt ist, stellen sich im Zusammenhang mit der Rückkehr des Jägers viele Fragen. Im Zentrum der öffentlichen Diskussion steht dabei meist die Frage, wie das Zusammenleben von Mensch und Wolf gelingen kann. Aber auch für Hunde könnten sich aus der Rückkehr des Wolfs Fragen ergeben. Dazu gehört u.a., ob die Rückkehr des Wolfes Auswirkungen auf die Parasitenlast beim Hund hat. Als geeignete Forschungsobjekte erschienen den Forschern des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) dabei Jagdhunde, da diese wie der Wolf die Reviere durchstreifen und dabei auch Zugang zu Wildresten haben. Die Forscher haben deshalb über einen mehrmonatigen Zeitraum bei 78 Jagdhunden aus einer wolfsfreien Region und einer mit Wölfen besiedelten Region regelmäßig Kotproben auf Parasiten untersucht. Dabei konnte zunächst festgestellt werden, dass sich weder Befallsrate noch die Artenvielfalt von Würmern und den einzelligen Sarcocystis-Arten zwischen den Hunden aus den beiden Regionen unterschieden. Die Forscher wussten zudem aus einer Vorläuferstudie, welche Parasiten bei den Grauwölfen in Deutschland vorkommen. Dabei stellten sie fest, dass sich das Parasitenspektrum von Wolf und Hund stark überschnitt. Ines Lesniak vom IZW stellte fest, dass Hunde wie auch die Studienhunde regelmäßig entwurmt werden. Allerdings wirken die angewandten Mittel nicht gegen die Sarcocystis- Arten. Die Hunde in beiden Untersuchungsgebieten wiesen aber hohe Befallraten mit Sarcocystis-Arten auf. Dies könnte an der Fütterung mit rohem Wildfleisch oder Schlachtabfällen zusammenhängen. Jaghunde unterliegen grundsätzlich einem hohen Risiko, mit Parasiten infiziert zu werden. Deshalb sollten sie auch monatlich entwurmt werden.

idw
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07.12.2017Schweiz vereinfacht Regelungen zum Notdienst für Tierärzte

Die in der Schweiz geltenden allgemeinen Regelungen zum Bereitschaftsdienst machten es Tierarztpraxen und Tierkliniken oftmals schwer, diese in der Schweiz Pikettdienste genannten Dienste auch zu besetzen. Denn die Regelungen sahen vor, dass nur Nacht- und Sonntagsdienste frei von einer Bewilligung waren. Wurden Bereitschaftsdienste eingeteilt, musste den Tierärzten bisher in einem Zeitraum von vier Wochen ein zweiwöchiger Zeitraum ohne Pikettdienste gewährt werden. Diese neuen Bestimmungen ermöglichen es, einen Arbeitnehmer immer am gleichen Wochentag zum Pikettdienst einzuteilen. Auch wurden die Ruhezeiten nach dem Pikettdienst auf neun Stunden verkürzt. Hier gilt allerdings die Voraussetzung, dass die Ruhezeit im Durchschnitt von zwei Wochen 12 Stunden beträgt. Noch weitergehend ist die beschlossene Flexibilisierung für kleine Tierarztpraxen, die nicht mehr als vier angestellte Tierärzte besitzen und in Randregionen liegen oder fachlich spezialisiert sind. Gerade diesen kleinen Praxen fällt es oft schwer, die Pikettdienste abzudecken. Hier kann die Zahl der Pikettdienste pro Tierärztin bzw. Tierarzt auf zehn pro vier Wochen erhöht werden. Allerdings muss gewährleistet werden, dass im Jahresschnitt nicht mehr als sieben Dienste pro Monat geleistet werden.

Staatssekretariat für Wirtschaft der Schweiz
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

07.12.2017Bakterien mit Hilfe von Orchideen behandeln

Forscher der Universitäten Stuttgart und Tübingen haben neue Hoffnungen im Kampf gegen multiresistente Bakterien aufkeimen lassen. Es ist ihnen gelungen, grundlegend neuartige Antibiotika-Strukturen nachzuweisen. Dabei handelt es sich um nicht-natürliche Derivate der aus Orchideen der Spezies Clusia rosea isolierten Naturstoffklasse der polyzkylischen polyprenylierten Acylphloroglucine (PPAP). Diese weisen eine gute antibiotische Wirksamkeit auf und sind, ausgehend von einer sehr gut verfügbaren Grundchemikalie, in nur wenigen Schritten auch in größeren Mengen verfügbar. Zudem besitzen sie eine sehr geringe Toxizität gegenüber menschlichen Zellen. Vor allem die Bekämpfung Gram-positiver Bakterien wurde in der Vergangenheit immer schwieriger, da die Bakterien immer mehr Resistenzen entwickeln.

Universität Stuttgart
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter

06.12.2017Österreichischen Geflügelhaltern gelingt Halbierung des Antibiotikaeinsatzes

Im Zeitraum von 2011 bis 2016 ist es den österreichischen Geflügelhaltern gelungen, den Antibiotikaeinsatz um mehr als die Hälfte zu halbieren, wie die Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV) in ihrem "Antibiotika Monitoring Report 2017" berichtet. Die Zahlen beruhen dabei auf den Daten, die für jede Antibiotikaanwendung sowie jede Impfung beim Geflügel in der Datenbank "Poultry Health Data" (PHD) gespeichert werden müssen. Diese Daten zeigen dass der Antibiotikaverbrauch von 2011 bis 2016 von 4,71 Tonnen auf 2,22 Tonnen im vergangenen Jahr reduziert werden konnte. Dabei konnte auch der Einsatz der für den Gebrauch beim Menschen als kritisch angesehenen Antibiotika halbiert werden. Dies gelang im Zeitraum 2013 bis 2016. "Der Antibiotikaverbrauch konnte in den vergangenen fünf Jahren um über 52 Prozent gesenkt werden. Das ist ein großer Erfolg. In quantitativer Hinsicht wird sich der Verbrauch mittelfristig einpendeln, denn alle Tiere haben ein Recht auf Behandlung", betont Dr. Martina Glatzl, Obfrau des QGV.

Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung (QGV)
Kategorie: Tierarzt,Landwirt,Tierhalter